FB 3 Erziehungs- und Kulturwissenschaften

Institut für Evangelische Theologie


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Ökumenischer Hochschulgottesdienst Wintersemester 2017/18

Prof. Dr. Andreas Kubik-Boltres

Kanzelrede zum Thema "Zukunft 3.0"

Am Sonntag, 17. Dezember hält Prof. Dr. Andreas Kubik-Boltres vom Institut für Evangelische Theologie der Universität Osnabrück im Rahmen des Ökumenischen Hochschulgottesdienstes die Kanzelrede zum Thema "Zukunft 3.0". Der Gottesdienst beginnt um 18 Uhr in der Katharinenkirche, anschließend gibt es Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Gottesdienste werden von der Evangelischen Studierendengemeinde und der Katholischen Hochschulgemeinde Osnabrück gemeinsam gestaltet.

Zukunft 3.0 Übersicht

© Universität Osnabrück, Institut für Katholische Theologie, Dr. theol. Dorothea Reininger

© Universität Osnabrück, Institut für Katholische Theologie, Dr. theol. Dorothea Reininger

3. Graduierten-Nachmittag der drei Theologien

Der mittlerweile dritte Graduierten-Nachmittag der drei Theologien der Universität Osnabrück fand am Donnerstag, 26. Oktober 2017 unter dem Thema „Und sagt nicht: Drei (…) Gott ist doch ein einziger Gott“ (4,171f.) – Die Monotheismus-Debatte im christlich-muslimischen Dialog statt.

In seinem einführenden Vortrag zeichnete Prof. Dr. Martin Jung (Institut für Evangelische Theologie) aus historisch-theologischer Perspektive die Entwicklung der christlichen Trinitätslehre nach. Er stellte die Relevanz des Drei-Einigkeits-Gedankens des christlichen Gottesverständnisses für die Theologie und die Frömmigkeitspraxis heraus. Ebenso verwies er auf den Monotheismus des Judentums, welcher – wenngleich er nicht von einer Drei-Einigkeit Gottes ausgeht – ein pluralistisches Verständnis des einen Gottes vertritt, wenn z.B. von der Weisheit als Hypostase Gottes gesprochen wird.

Im anschließenden Impuls aus muslimischer Perspektive erläuterte Bacem Dziri (Institut für Islamische Theologe) die starke Betonung der Einzigkeit Gottes, die bereits im Koran („Und sagt nicht: Drei“) verankert ist und daher nicht als Produkt einer „Lehre“ verstanden wird. Dennoch habe es aber auch in der muslimischen Gelehrsamkeit theologische Debatten über Wesen und Eigenschaften Gottes gegeben. Insbesondere unter den Mystikern wurden auch Lehren von Gottes Wirken und Erscheinen verbreitet, die mitunter als Vielgötterei oder Pantheismus missverstanden wurden. 

Im Zentrum der weiteren Diskussionen standen die Fragen nach der Vereinbarkeit von Transzendenz und Immanenz Gottes (und damit verbunden die Frage wie ein nur transzendenter Gott erfahren werden kann), die nach dem Verhältnis von Geist und Materie, Leib und Seele und die wie bzw. ob Trinität „auf den Punkt gebracht“ werden kann. So gelang es im interreligiösen Gespräch, die gemeinsam geteilten Traditionen sowie Verschiedenheiten der Religionen fruchtbar aufeinander zu beziehen.

Der Graduiertennachmittag findet ein Mal pro Semester statt.

Voraussichtlich wird der nächste im April 2018 veranstaltet. Nähere Infos folgen auf den Homepages der Institute evangelische, katholische und islamische Theologie. Willkommen sind sowohl Graduierte der drei Theologien als auch Interessierte.

 

 

Migrationsprozesse verändern die Geographie von Religionslandschaften.

Das trifft auch auf Deutschland zu. Neben einer großen Zahl muslimischer Gemeinden prägt ebenso eine Vielzahl christlicher Migrationskirchen die religiöse Landkarte. Eine von der Hans-Lilje-Stiftung geförderte Arbeitsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Gregor Etzelmüller (Universität Osnabrück) und Dr. Claudia Rammelt (Ruhr Universität Bochum) wird in den nächsten vier Jahren das Phänomen „Migrationskirchen in der Bundesrepublik Deutschland“ am Beispiel Niedersachsens erforschen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie diese Kirchen vor Ort durch Prozesse der Begegnung Gesellschaft (mit)gestalten und (mit)verändern und auch selbst Veränderungsprozesse durchlaufen. Im interdisziplinären Austausch mit Religions- und Sozialwissenschaften wird das glokale Phänomen der Migrationskirchen historisch und systematisch reflektiert.

Weitere Informationen, auch zu möglichen Formen der Mitarbeit, finden sich unter der im Aufbau befindlichen Internetseite www.migrationskirchen.uni-osnabrueck.de